Schwerpunktthema 2011/2012
„Von Süchten und Sehnsüchten“
Beim Thema Sucht denken die meisten womöglich zuerst an den heroinabhängigen „Junkie“ auf der Straße und eher nicht an die nette alte Dame von nebenan, die in letzte Zeit so vergesslich scheint ...
Doch Sucht hat viele Gesichter: Sucht kann ganz offensichtlich oder ganz versteckt ablaufen. Sucht betrifft Jung und Alt, Männer und Frauen in jeweils spezifischer Weise. Es gibt die unterschiedlichsten Suchtmittel und die Grenze zwischen Genuss und Abhängigkeit ist oft schmal.
Welches sind die gefährlichsten Suchtmittel und warum stehen Medikamente ganz oben auf der Liste? Wie kommt es überhaupt zu Sucht und Abhängigkeit? Wie können wir uns selbst oder nahe stehenden Menschen helfen – welche Möglichkeiten gibt es und wo sind Grenzen?
Auch bleibt die Frage, wo Abhängigkeit überhaupt beginnt. Wir können uns von vielem abhängig machen oder mit vielem ablenken, wenn der Alltag zu stressig oder zu einsam ist. Wie gehen wir mit schwierigen Situationen und scheiternden Sehnsüchten um: Was hilft dabei? Ist es ein gutes Glas Wein oder die Pralinenschachtel, ein langer Fernsehabend, ein Gespräch unter Freunden oder gar ein Gebet? Was trägt uns in unserem Leben?
Hinter jeder Sucht, so heißt es, steckt auch eine Sehnsucht: Sehnsucht nach gelingendem Leben, Sehnsucht nach Sinn und Halt.
Deshalb beschäftigen wir uns bei dem Schwerpunktthema 2011/2012 „Von Süchten und Sehnsüchten“ mit Fragen aus den Bereichen: Suchtstoffe und Suchtformen, Behandlung und Prävention, Abhängigkeiten und Unfreiheiten bis hin zu Sehnsüchten und Lebensfülle.
Dabei folgen wir auch den biblisch-theologischen Spuren der Sehnsucht: Was lässt sich aus christlicher Sicht zum Thema Sucht und Sehnsucht beitragen?



