Region Süd

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Neues aus der Region Süd

Sie kamen aus allen Ecken, um zu hören

Epiphanias in der Frauenhilfe zu feiern, ist im Kreisverband Bad-Kreuznach seit dem Jahr 2000 eine gute und Tradition. Wir treffen uns immer am 6. Januar, um gemeinsam einen etwas „anderen Gottesdienst“ zu feiern. Als in diesem Jahr die Anmeldefrist abgelaufen war, lagen nur drei Anmeldungen vor. Das war schon sehr deprimierend, aber wir ließen uns im Kreisverband davon nicht beirren, sondern entschieden uns mutig, für 30-35 Frauen den Raum zu richten. Und dann kamen sie aus allen Ecken! Die bereit gestellten Stühle reichten bei weitem nicht aus.  Im Gottesdienst war Zuhören und aktives Mitmachen gefragt, denn in einem Bibliolog zu den „Drei Weisen“ machten wir uns mit diesen gemeinsam auf den Weg nach Bethlehem. Alle Frauen waren sehr berührt vom Gottesdienst und dem Nachmittag.
Bei fast jedem Treffen bewegen uns leider auch ganz existenzielle Fragen:  „Was würde Ihnen fehlen, wenn es die Frauenhilfe nicht mehr geben würde?“ Zu hören und auch zu spüren, was für die Frauen, die sich ihr Leben lang in der Frauenhilfe engagiert haben, alles wegbrechen würde, war schmerzlich und heilsam zugleich. Für mich persönlich ist das auch Ansporn, diese wichtige Frauenhilfearbeit, trotz mancher Durststrecken, mit aller Kraft und Liebe weiterführen zu wollen. (Rosemarie Graf)

Nach der erfolgreichen Frauenkonferenz Süd im Sommer 2019 waren sich die Frauen aus dem KV Hunsrück und dem Kirchenkreis Simmern-Trarbach schnell sicher, dass sie sich bald wieder zu einem intensiven Austausch treffen möchten. Sich gegenseitig zuzuhören und auf offene interessierte Ohren zu treffen, tut gut. Im Februar luden Frauenreferentin Susanne Reuter und ihr Team zur Frauenkonferenz 2.0 in Simmern ein, bei der Fragen des Ehrenamtes und des gelebten Glaubens im Fokus standen. „Es war bereichernd, welche Anregungen nach einer Stunde auf den Plakaten standen“ berichtete Susanne Reuter. „Jede wurde gehört und konnte ihre Kreativität und auch Kritik einbringen.“ Im November findet die nächste Konferenz statt. (Iris Pupak, Mitteilungen 2020-1)

Spiritualität - Unterwegssein mit Gott

Die Frauen der Region Süd sind auf sehr unterschiedliche Weise unterwegs mit Gott. Der Ausdruck ihrer Spiritualität ist vielfältig und bunt. So machen sich zum Beispiel die Frauen aus dem Kreisverband Hunsrück im wahrsten Sinne des Wortes regelmäßig mit Gott auf den Weg. Die Vorstandsfrauen erarbeiteten einen thematischen Pilgerweg für ihre Frauenhilfefrauen und konzipierten zusammen mit der kfd eine ökumenische Abendwanderung.

Gemeinsam innehalten, sich auf Gott besinnen, das gehört zu jeder Frauenhilfestunde. Die Andacht zu Beginn, das gemeinsame Singen und der Segen zum Abschluss geben den Rahmen. Die Spiritualität der Frauenhilfefrauen ist geprägt von Offenheit und Neugierde. Dies zeigt sich unter anderem in der anhaltenden Begeisterung für den Weltgebetstag: Jedes Jahr eine neue Liturgie aus einem anderen Land, einer anderen Kultur. Hier lassen sich die Frauen bewusst auf fremde Ausdrucksformen der Spiritualität ein und fühlen sich oft durch diese neuen Ausdrucksformen beschenkt.

Frauen möchten ihren spirituellen Weg mit Gott bewusst gestalten. Sie haben konkrete Wünsche an „ihre Kirche“, die sie auf der ersten Frauenkonferenz Süd eindrücklich formuliert haben. Sie wünschen sich Orte, wo sie sich mit ihren Gedanken und Vorstellungen zu gelebtem Glauben und ihrer Spiritualität einbringen können. Sie wünschen sich einen intensiven Austausch mit anderen Frauen über Glaubensfragen. Spiritualität ist für sie gelebter Glaube durch Singen, Gebet, Offenheit, Diakonie, Hilfe, Begegnung und Gespräch.

Einer Frauenhilfefrau aus dem Süden möchte ich in diesen Mitteilungen besondere Aufmerksamkeit schenken: Heidi Walbrodt hat sich über 30 Jahre im Kreisverband Ottweiler für Frauen stark gemacht. Sie hat Orte der Begegnung gestaltet und über diese lange Zeit ihren spirituellen Weg mit anderen Frauen geteilt. Im März wurde sie nach mehr als 40 Jahren ehrenamtlicher Mitarbeit in der Frauenhilfe und 30 Jahren Vorstand feierlich verabschiedet. Wir sagen DANKE. (Iris Pupak, Mitteilungen 2019-2)

Ansprechpartnerin


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Iris Pupak
Regionalreferentin Region Süd, Weltgebetstagsreferentin

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