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Frauen fordern mehr Gestaltungsmöglichkeiten in der Kirche

Intensiver Austausch bei den Frauenkonferenzen in Simmern und Solingen

Frauen fordern mehr Gestaltungsmöglichkeiten in der Kirche

Zur ersten Regionalen Frauenkonferenz der Region Süd trafen sich in Simmern 42 Frauen zu einem intensiven Austausch über die Frage „Wo ist mein Ort in der Kirche?“ Es war eine bunte Mischung von Frauen - von evangelikal bis feministisch waren alle Richtungen vertreten. Presbyterinnen, Lektorinnen, Frauenhilfefrauen, Frauen aus den synodalen Fachausschüssen und andere Interessierte diskutierten offen und fröhlich über ihre Wünsche und Visionen von Kirche und nahmen die von den Referentinnen der Evangelischen Frauenhilfe im Rheinland vorbereiteten Impulse neugierig und interessiert auf.
Die Teilnehmerinnen waren sich einig: Das neue Format der „Regionalen Frauenkonferenz“ fördert den konstruktiven Austausch, das Miteinander und die Gemeinschaft. „Wir Frauen brauchen solche Begegnungsräume in der Kirche“, sagten sie, und forderten von der Kirche vielfältigere Angebote, lebendige und lebensnahe Gottesdienste und mehr Gestaltungs- und Beteiligungsmöglichkeiten.
 

Frauen wollen Gottesdienste und Predigten aktiv mitgestalten

Regionalreferentin Iris Pupak hatte zusammen mit Susanne Reuter, Frauenreferentin im Kirchenkreis Simmern-Trarbach, zur Regionalen Frauenkonferenz eingeladen. Nach einem ersten Austausch über persönliche Erfahrungen, wie und wo sich jede in der Kirche einbringt oder einbringen möchte, erlebten die Teilnehmerinnen in einer bewegenden „Zeitreise“, wie Frauen über Jahrhunderte hinweg dafür gekämpft haben, in der Kirche wahrgenommen und gesehen zu werden. Wüstenmütter, Beginen, Frauen der Reformation, Diakonissen, Frauenbeauftrage oder Feministische Theologinnen - diese Vorbilder im Glauben ermutigten dazu, eigene Visionen zu formulieren. „Mehr Kommunikation durch gegenseitiges Sehen im Gottesdienst“ wünschte sich eine. Für andere war wichtig, dass Frauen mehr zugetraut wird, Gremien paritätisch besetzt sind, die Frauenperspektive in der Verkündigung und in der liturgischen Sprache mehr Raum hat und dass es regelmäßige Angebote für Frauen gibt, wie z.B. Frauenkonferenzen und Frauenkirchentage.

Kategorie:
Pressemitteilungen
Autor:
Christine Kucharski
Veröffentlichungsdatum:
2019
Dateigröße:
285,33 KB
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