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Stellungnahme Organtransplantation

Die Delegiertenversammlung der Evangelischen Frauenhilfe im Rheinland spricht sich für eine bewertungsfreie und entscheidungsneutrale Diskussion zum Thema Organtransplantation aus

Stellungnahme Organtransplantation

Die Delegierten der Evangelischen Frauenhilfe im Rheinland kritisierten auf ihrer Versammlung Ende Oktober 2012 die sprachliche Manipulation in der öffentlichen Berichterstattung. Durch die Wortwahl wie „Spende“, „Geschenk des Lebens“, „Rettung“ wird die Bereitschaft zur Organentnahme zu einer inneren Pflicht.

Die Delegiertenversammlung fordert, dass die Evangelische Kirche ihre Mitglieder zu einer unabhängigen Entscheidung in ihrem Gewissen befähigt. Das Thema erfordert eine weite theologische Debatte, die durch die Universitäten bis in die Gemeinden reichen muss. Die Organentnahme am Ende des Lebens ist eine fundamentale Anfrage an das christliche Menschenbild, das sich vom medizinischen Menschenbild unterscheidet.

Die Evangelische Frauenhilfe im Rheinland fordert außerdem, dass die Organisation der Organtransplantation unter staatliche Kontrolle gestellt wird, damit Manipulationen, Missbrauch und Korruption unterbunden werden können.

Die Angehörigen und die Betreuungsteams in den Intensivstationen sind großen seelischen Belastungen ausgesetzt, wie Erfahrungsberichte zeigen.

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Autor:
Christine Kucharski
Veröffentlichungsdatum:
2012
Dateigröße:
163,36 KB
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