Geistlicher Impuls Sommer 2021

Sommerfarben

(mit eg 503)

Endlich ist er da, der Sommer! Zumindest beinahe, behauptet der Kalender, und das ganz unabhängig vom Wetter. Wir freuen uns über Sonnenschein, aber selbst wenn es einmal regnen sollte, lässt sich doch die Farbenpracht dieser Jahreszeit nicht übersehen. Man möchte oft einstimmen und singen: „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“! Denn die Üppigkeit und Farbenpracht der Natur ist überwältigend. „Die Bäume stehen voller Laub“, überall grünt und blüht es. Wenn Sie die Gelegenheit haben, schauen Sie in Ihren Garten, auf den Balkon oder beim Spaziergang in die Natur und zählen einmal: Wie viele verschiedene Grüntöne können Sie erkennen? Jedes Grün ist anders, von Wiese und Halm, von Strauch und Baum, von Stängel und Blatt. Wenn blühende Pflanzen dazukommen, wird es immer bunter: Da sind Gelb-, Orange- und Rottöne, Abstufungen von hellblau über tiefblau bis mauve, von rosa über pink bis violett, und sogar das Weiß ist von Blüte zu Blüte ein wenig unterschiedlich.

Besonders herrlich blüht auch eine gemischte Wildblumenwiese, und „die unverdrossne Bienenschar fliegt hin und her, sucht hier und da“ - wenn denn die Blüten auch Nektar bieten, worauf man achten sollte, wenn man selber pflanzt. Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und viele weitere Insekten werden es uns danken. Auch die Insekten, vor allem die Schmetterlinge, prunken mit einer herrlichen Farbenvielfalt.

Wenn die Sommerzeit fortschreitet, kommen noch weitere Farb-Variationen hinzu: Sonnenblumen leuchten in gelben bis hellbraunen Tönen und auch Getreide wie „der Weizen wächset mit Gewalt“ und zeigt bis zur Reife seine Farben von grün über hellgelb bis ockergelb.

Untermalt wird dieses prächtige Landschaftsbild noch von unzähligen Vogelstimmen: sie füllen „mit ihrem Schall Berg, Hügel, Tal und Felder“, bis zum Höhepunkt des Sommers. Aber auch danach jubeln noch Meisen, Rotkehlchen, Zaunkönige und viele andere in eigenen Klangfarben, auch sie natürlich mit ihrer jeweiligen Farbenpracht im Gefieder.

Wenn der Blick zum Himmel geht, lassen sich auch hier Abstufungen von Blau beobachten, von hellblau über azurblau bis zu blaugrau. In dieser Zeit fällt es uns leicht, Gott im Himmel als Schöpfer zu loben und einzustimmen: „Ich selber kann und mag nicht ruhn, des großen Gottes großes Tun erweckt mir alle Sinnen“! Dann kann auch Dankbarkeit in uns wachsen, all dies sehen und hören zu können, auch nach schweren Zeiten, auch im Alltagsrummel, trotz mancher Dunkelheit in der Seele. Sommerfarben können unsere Seele leicht machen.

Ich wünsche Ihnen und uns allen, dass wir Gottes Schöpfungsfülle in unserem Inneren spüren können, wie warme Sonnenstrahlen auf der Haut. Wenn Sie mögen, dann stimmen Sie mit ein und bitten Gott: „Hilf mir und segne meinen Geist mit Segen, der vom Himmel fleußt, dass ich dir stetig blühe“.

Bleiben Sie behütet,

Ihre Ulrike Schalenbach,
Regionalreferentin Region Mitte, Referentin Weltgebetstag
 

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