Video-Gottesdienste, Online-Andachten, Gebete & mehr

Kirche von zu Hause – Alternativen (nicht nur) in Zeiten von Corona

Das Coronavirus schränkt immer mehr das Leben ein, wie wir es gewohnt sind. Natürlich ist Kirche davon nicht ausgenommen. Deswegen hat die Evangelische Kirche in Deutschland einige Alternativen zusammengestellt, wie der Glaube auch ohne Ansteckungsgefahr gelebt werden kann.

Kirche von zu Hause /ekd.de

Jeden Sonntag ein Gottesdienst zum Mitfeiern auf ekir.de & im Fernsehen

Die Teilnahme an einem Gottesdienst ist nicht an den Besuch eines Kirchengebäudes gebunden. Auf www.ekir.de können Menschen jeden Sonntag einen Gottesdienst aus einer Gemeinde der Evangelischen Kirche im Rheinland mitfeiern. Sie sind dabei mit all denjenigen verbunden, die ebenfalls vor dem Bildschirm, Handy oder Tablet sitzen. Der Gottesdienst beginnt um 11 Uhr live auf www.ekir.de.
Auch das Angebot von Fernseh- und Rundfunkgottesdiensten ist wichtig. Im ZDF wird jeden Sonntag um 9:30 Uhr ein Gottesdienst übertragen als Zeichen der Verbundenheit und der Ermutigung in dieser Zeit

>> Zur Video-Andacht zum Sonntag Lätare: In der Krise Kontakt halten  / 22.03.2020

PDF-Datei zur Andacht

Simone Pfitzner, Referentin für Seelsorge im Alter im Kirchenkreis Soest-Arnsberg

„Das kann der Kirche einen Schub geben“

Viele Kirchen sind am vergangenen Wochenende wegen des Coronavirus geschlossen geblieben. Auf Gottesdienste mussten Gemeindemitglieder dennoch nicht überall verzichten. Ein Beispiel aus Bad Godesberg zeigt, wie Video-Gottesdienste aussehen können. Gerade relativ simple Formate feiern dabei Erfolge. Hier der Link.

Normalerweise besuchen den Gottesdienst von Pfarrer Oliver Ploch in der Christuskirche in Bad Godesberg bis zu 300 Gemeindemitglieder. Doch ausgerechnet an einem Wochenende, an dem das öffentliche Leben fast zum Erliegen kommt und Kirchentüren verschlossen bleiben, hat er mehr als 1000 Zuhörer bei seiner Predigt. Wie das geht?

Ploch und seine Gemeinde übertragen den Gottesdienst  live im Internet. Die Thomaskirchengemeinde, zu der auch die Christuskirche gehört, setzt schon länger auf digitale Angebote wie Podcasts, doch von den Abrufzahlen des Video-Gottesdienstes ist der Pfarrer dann doch positiv überrascht. „Das Video hat eine Welle ausgelöst, die ich zunächst nicht fassen konnte“, sagt Oliver Ploch.

Größter Erfolgsfaktor ist für den Pfarrer allerdings, dass sich Gemeindemitglieder auch digital in gewohnter Umgebung wiederfinden. In Bezug auf Video-Gottesdienste sagt er: „Das kann der Kirche einen Schub geben. Das Reizvolle ist, dass die Zuschauer erkennen: Das ist meine Kirche, die ich sehe, das ist mein Pfarrer, den ich höre“, so Ploch.   ekir.de / Aaron Clamann / 16.03.2020

Videobotschaft Präses Rekowski

"Gottes Fürsorge bleibt"

Die Ausbreitung des Coronavirus verändert den Alltag und sorgt für Verunsicherung. Was tun? „Mir hilft es, meine Sorgen vor Gott zu bringen,“ sagt Präses Manfred Rekowski in einer Videobotschaft. Zum Beispiel, wenn Kirchenglocken läuten – für ihn „eine Einladung zum Gebet und eine Erinnerung, dass Gottes Fürsorge bleibt“.

>> Zur Videobotschaft des Präses    ekir.de/red/20.03.2020

Gebete

Gebet "Bitte um Beistand durch Engel"

 

Gott des Himmels und der Erde,
wir bitten dich um deinen Schutz.
Wir klagen dir die Not der Menschen in aller Welt, 
die unter dem Corona-Virus leiden.
Stärke Ärztinnen und Ärzte, Pflegerinnen und Pfleger und alle anderen, die sich für Erkrankte einsetzen.
Führe die, die in Ländern, Kreisen und Städten Verantwortung tragen, zu besonnenen Entscheidungen.
Leite die Gedanken der Frauen und Männer, die das Virus erforschen und gegen seine Verbreitung kämpfen. 
Wir bitten dich um deine Gnade für die Sterbenden,
um deinen Trost für die Trauernden,
um deinen Halt für die Ängstlichen,
um deinen Segen für uns alle in dieser Zeit.  
AMEN              (www.story.ekir.de/corona)

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Gott,

wir müssen Abstand halten
und bleiben miteinander verbunden:
am Telefon,
über den Bildschirm,
in Gedanken.

Es ist gut,
in Kontakt zu bleiben,
zu erzählen,
einander zu trösten und zu helfen.

Wir suchen auch deine Nähe, Gott,
im Gebet,
in Gedanken,
in einer stillen Minute.

Lass uns spüren, dass du da bist:
In der Stille,
in der Einsamkeit,
bei denen, die deine Nähe besonders brauchen.

Dein Geist verbindet uns
miteinander und mit dir,
auch wenn wir uns nicht sehen.

Danke!
Amen.             (www.ekd.de)

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Herr, unser Gott,
wir klagen über den Schrecken und das Leid, das das neue Coronavirus auf der Erde verbreitet.
Wir denken an die Menschen, die schwer erkrankt sind.
Wir denken an die Menschen, die gestorben sind.
Wir denken an die, die Angst haben, vor dem was kommt.
Wir bringen unsere Klagen vor dich.

So bitten wir dich heute für alle Menschen, die in den Arztpraxen und Krankenhäusern tätig sind;
für die Männer und Frauen, die für die medizinische Versorgung verantwortlich sind.
Wir bitten dich für die Menschen in den Gesundheitsämtern, für die Forscherinnen und Forscher, die nach Medikamenten und Impfstoffen suchen.
Wir bitten für alle, die in Staat und Gesellschaft besondere Verantwortung tragen für die Schutzmaßnahmen.
Wir bitten für alle, die unter den wirtschaftlichen Folgen der Quarantäne leiden.

Weil Du unser Gott bist, der uns ins Leben ruft, danken wir trotz aller Gefahr für Deine Gnade
und loben trotz aller Angst Deinen herrlichen Namen.
Du willst, dass wir leben.
Wir hoffen, weil Du uns liebst.
Eile, guter Gott, komm, um zu helfen,
der du zugesagt hast uns zu helfen.
Amen

(Fürbittengebet von Präses Rekowski)