Region Mitte

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Neues aus der Region Mitte

Wie gehören „Heimat“ und „Zuhause“ zusammen?

Ein Zuhause ist noch lange keine Heimat, und irgendwo zu wohnen, bedeutet noch nicht, sich zuhause zu fühlen. Was genau ist ein Zuhause, eine Heimat? Hierzu drei Stimmen aus unserer Region:

Edelgard Erwig (KV Aachen, wohnhaft in Belgien) ist in 30 Jahren achtmal umgezogen, aus beruflichen Gründen ihres Mannes. Das bedeutete achtmal neu anfangen, sich eingewöhnen, versuchen, heimisch zu werden. Es ist ihr jedes Mal gelungen, aber wie hat sie das geschafft? „Ich bin auf die Menschen zugegangen“, erzählt Frau Erwig, ihre Anlaufstellen waren die jeweilige evangelische Gemeinde, insbesondere die Frauenhilfe und die Weltgebetstagsarbeit, wo sie Anschluss fand. Das war natürlich nicht immer einfach, aber letztlich machen die Menschen das Zuhause, findet Erwig. Die vielen verschiedenen Orte und Menschen mit ihren Eigenheiten haben ihren Horizont erweitert. Doch Heimat ist ihrer Meinung nach noch etwas mehr: Es ist die Gegend oder der Ort, in dem man aufgewachsen ist. Aber es gibt auch so etwas wie eine innere Heimat, die sie persönlich in Gott findet.
 

Von Hamburg nach Quadrath-Ichendorf ging es dagegen für Anne-Dore Mittmann (ehemaliger Kreisverband Köln Nord-Mitte). Hier baute sie mit ihrer Familie 1971 ein Haus. Alle sechs Kinder sind inzwischen ausgezogen und haben ein eigenes Zuhause, aber das Haus in Quadrath-Ichendorf, Köln und Umgebung ist ihnen Heimat. Für Frau Mittmann dagegen ist es ein Zuhause – ihre Heimat ist immer noch Norddeutschland. Manches hat sie mitgebracht ins Rheinland: z.B. einige „hamburgische“ Ausdrücke, spezielle Gerichte und auch ihre Liebe zum Norden, die sie an ihre Kinder weitergegeben hat. Sogar ihre Enkel führten erste Reisen Richtung Norden und Hamburg, sodass sie die Heimatliebe ihrer Großmutter nachspüren konnten. Irgendwo heimisch zu werden, das braucht anfangs Mut, erzählt Frau Mittmann, denn man muss viel Neues lernen und sich anpassen. Sogar die Gebräuche (Karneval!) sind anders und auch der Ablauf des Gottesdienstes wirkt anfangs fremd. Es braucht Zeit, mit allem vertraut zu werden, bis es ein Zuhause wird, in dem man sich wohlfühlt. Mittmann denkt dabei auch an die Menschen, die bei uns ein neues Zuhause suchen und wünscht ihnen, dass sie es finden können.

Etwas anders empfindet es Bernhild Hoffmann aus Hamm an der Sieg (ehemaliger Kreisverband Altenkirchen): „Heimat und Zuhause war für mich persönlich immer eins“, sagt sie. Als kleineres Kind war sie oft und gerne in Bonn bei ihrer Patentante, in der großen Stadt mit ihren Abenteuern wie Rolltreppe und Softeis… Doch sie hatte dabei auch immer großes Heimweh. Wenn sie dann mit dem Zug heimkam und die Kirchenglocken läuten hörte, fühlte sie sich wieder daheim und geborgen. So ging es ihr auch noch als junge Frau, als sie drei Jahre in Mainz lebte, um doch am Wochenende wieder „nach Hause“ zu fahren. Im Grunde ist es bis heute so geblieben: „Der Klang unserer Kirchenglocken vermittelt mir immer wieder das Gefühl von Vertrautheit, von Heimat und Aufgehobensein.“ Und Hamm ist und bleibt ihr Zuhause und ihre Heimat.

Wie sehen Sie das? Sind Heimat und Zuhause etwas Unterschiedliches oder dasselbe, oder kommen Ihnen ganz andere Gedanken? Schreiben Sie mir gerne etwas über Ihre Erfahrungen!

(Ulrike Schalenbach, Mitteilungen 2021-02)

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Ulrike Schalenbach
Regionalreferentin Region Mitte, Weltgebetstagsreferentin

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Frauenkirchentage 2022

Durch die Pandemie leben wir in besonderen Zeiten. Auf vieles mussten wir verzichten, leider auch auf unsere geplanten analogen Frauenkirchentage.
Wir hoffen, dass wir uns im Herbst 2022 wieder begegnen können und dann in großer Runde die Frauenkirchentage miteinander feiern können.

Bitte merken Sie sich diese Termine für die Frauenkirchentage 2022 vor:

  • Samstag, den 17.09.2022
    in Neuwied

  • Samstag, den 24.09.2022
    in Duisburg-Rheinhausen

Weitere Informationen folgen in Kürze.

"Go for Gender Justice!"

Eine bundesweite Pilgerinitiative

Der Ökumenische Rat der Kirchen hat seine Mitgliedskirchen 2022 zu einem Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens eingeladen.
Kernstück sind regionale über das Bundesgebiet verteilte Pilgeretappen ín zehn Landeskirchen.
Der Auftakt findet am 1. Februar 2022 im Schloss Bellevue statt und wird online übertragen.

Die Evangelische Kirche im Rheinland plant folgende Termine:

  • 12. Juni 2022
    Herkunft feiern – Zukunft wandeln
    Gerechte Teilhabe für Frauen in einer multireligiösen Gesellschaft

    Von Burg Linn (Krefeld) zum Engel der Kulturen auf dem Platz an der Alten Kirche in der Krefelder Innenstadt
    Leitung: Katrin Meinhard, Kirchenkreis Krefeld
    Weitere Informationen
     
  • 13. August 2022
    Care-Arbeit, Kaiserswerth
    Leitung: Sabine Richarz, Evangelische Frauenhilfe im Rheinland e.V.


>> Pilgern für Geschlechtergerechtigkeit, Informationen der EKD zur Initiative